Warum „Die Reise nach Steiermark“ und was erwartet die Zuschauer

Obwohl der Altbauer vom Mayerhofer-Hof genau weiß, dass sein Sohn Franzl auf der Fahrt nach Mannheim ausgeraubt und ermordet wurde, verkündet er allabendlich im Wirtshaus, dass er seinen Nachkommen jeden Augenblick vom Viehkauf in der Steiermark zurückerwarte. Hinter diesem Spiel steckt der Zweck, den Mörder des Jungen zu einem Geständnis zu bringen. Der Tod seines einzigen Sohnes soll nämlich nicht ungesühnt bleiben. (Text: © GP, Die Krimihomepage)

Das Hörspiel wurde 1695 verfilmt und später in eine Bühnenversion gebracht. Der Stoff wird gerne als „Psychothriller im Heimatfilmgewand“ bezeichnet. Der Autor sagte zu dem Stück, es werde in der Sprache gespielt, die allein alle Halbtöne und Zwischentöne zur Verfügung hat, und neben der Geschwätzigkeit auch über das Schweigen verfügt, nämlich im Dialekt.

Die Laienbühne St. Max hat das Stück bereits im Jahr 1991 unter der Regie von Wolfgang Bischof aufgeführt. Damals wie heute ist das Stück eine große Herausforderung an Bühnentechnik und Schauspieler. Die 27 Aufzüge in 6 Bildern mögen im schnellen Wechsel für Spannung und Dramatik sorgen.

Mit dem leisen Abschied von Manfred Erdmann (+ 2017) übernahm Walter Lang für diese Saison die Regie. Sicher ein „großer Schuh“, der vor der ganzen Bühnenmannschaft steht. Schon die Stückauswahl war eine Aufgabe.

Die Marschrichtung hieß: was bayrisches, aber kein Bauerntheater; ein Krimi, aber nicht wieder ein englischer Krimi; mit hohem Niveau, aber kein Molier und Co.

So entstand der Gedanke „Die Reise nach Steiermark“ neu aufzulegen.

Wir freuen uns mit Ihnen auf eine tolle Saison 2018 – in Gröbenzell.

Laienbühne St. Max e.V.

     
adminDie Reise nach Steiermark 2018